Georg Hackl

Matthias Sorgnit
Georg Hackl (c) AFP
Georg Hackl

Georg Hackl wurde am 9. September 1966 in Berchtesgaden geboren. In Fachkreisen wird der deutsche Rennrodler "Hackl Schorsch" genannt. Hackl besuchte die Christophorusschulen Berchtesgaden, worüber er auch zum Rodelsport kam. Seine Ausbildung als Schlosser brach der schon damals erfolgreiche Schlosser ab.

Sechs Teilnahmen bei Olympischen Spielen

Hackl hat drei olympische Gold- sowie zwei Silbermedaillen im Einsitzer errungen und insgesamt sechsmal in Folge von 1988 bis 2006 an den Olympischen Winterspielen teilgenommen.

Mit dem ersten Gewinn der Deutschen Meisterschaft begann 1987 die große Karriere des Hackl Schorsch. 16 mal konnte er den Titelgewinn wiederholen. Ein Jahr später verbuchte Hackl seinen bis dato größten Erfolg: Die Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Calgary hinter Jens Müller (DDR).

Zum ersten Mal Weltmeister wurde Hackl 1989. Im Folgejahr gewann er neben der WM und dem Weltcup sogar noch die Europameisterschaften. 1992 Gewann der Rodler bei den Olympischen Winterspiele in Albertville erstmals die Goldmedaille. Darauf das Jahr wurde er Vize-Weltmeister und gewann für Deutschland WM-Mannschafts-Gold.


Comeback nach Bandscheiben-OP

1994 in Lillehammer holte Hackl erneut Einzel- Gold, 1995 Mannschafts-Gold. Nach der Vize-Weltmeisterschaft 1996 konnte Georg Hackl 1997 seinen Spitzenplatz zurückerobern und Weltmeister werden - Bemerkenswert, da nur 100 Tage nach einer Bandscheibenoperation. Bei den Olympischen Spielen im darauf folgenden Jahr war er erneut nicht zu schlangen.

Eine bittere Niederlage erlebte Hackl 1999 ausgerechnet bei der WM auf seiner Heimbahn in Königssee, als er in einem Wertungslauf stürzte. Doch Hackl kämpfte sich beeindruckend zurück, und konnte nach WM- und EM-Mannschaftsgold 2000 auch 2001 wieder Vizeweltmeister werden sowie erneut Mannschaftsgold holen.

Seine insgesamt fünfte olympische Medaille holte Hackl 2002 in Salt Lake City. Dort gewann er Silber. Die Enttäuschung über einen 16. Platz 2003 in der Einzelwertung hielt nur kurz, da er mit der Mannschaft wieder Gold holte. 2004 und 2005 erreichte er wiederum die Vize-Weltmeisterschaft, die 2005 erneut von WM-Mannschaftsgold begleitet war.

Letztes Rennen der Karriere ohne Medaille

Allmählich wurde das Ende seiner einzigartigen Karriere absehbar, 2005 musste er sich erneut an der Bandscheibe operieren lassen. Eine Nervenentzündung im linken Arm hinderte Georg Hackl 2006 bei den Winterspielen in Turin am Gewinn einer Medaille. Mit einem 7. Rang im Einzelrennen beendete er seine Karriere im Rodelsport.

Georg Hackl ist weltweit der erfolgreichste Rennrodler, da er auf allen namhaften Rodelbahnen Siege erzielen konnte. Über 18 Jahre gehörte er konstant der Weltspitze des Rodelsportes an. In jeder freien Minute tüftelt er an seinem Schlitten.

Auch als Spaßvogel machte sich Georg Hackl seinen Namen und nahm an vier Weltmeisterschaften im Wok-Fahren, einer Erfindung von Stefan Raab, teil. Im Einzel-Wok holte er dreimal den Weltmeister-Titel und wurde beim vierten Mal Zweiter. Seitdem wird er in Deutschland auch "Wokl Schorsch" genannt.


Georg Hackl

Valid XHTML 1.0 Transitional