Gewinnspiel
Die Eiszeit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem Trainerstab mit Oliver Bierhoff ist beendet. Im Interview ist der 41-Jährige nun auf Harmoniekurs und bedauert, dass "die Situation entstanden ist". Nun blickt er zuversichtlich auf eine "harmonische und vertrauensvolle" Zusammenarbeit beim DFB.
Frage: "Herr Bierhoff, haben Sie sich nach den Vorfällen der letzten Tage auch einmal selbstkritisch hinterfragt?"
Oliver Bierhoff: "Ich bedaure es sehr, dass diese Situation entstanden ist. Das war nicht im Interesse des Projekts WM 2010. Man fragt sich, was verkehrt gelaufen ist. Ich habe mich mit erfahrenen Leuten unterhalten und mir ist dabei deutlich geworden, dass die Art und Präsentation unserer Vorstellungen die falsche war. Sie hat zu Verletzung von Gefühlen geführt."
Frage: "Glauben Sie, dass das zerstörte Vertrauensverhältnis wieder gekittet werden kann?"
Bierhoff: "Wir hatten in den letzten Jahren ein großes Vertrauensverhältnis geschaffen. Wir wurden bei allen Projekten ständig unterstützt. Und ich bin sogar ins DFB-Präsidium berufen worden. Ich kann verstehen, dass das Vorgehen zu Irritationen und Verärgerung geführt hat. Aber die Intention war eine gute. Ich bin davon überzeugt, dass wir weiter harmonisch und vertrauensvoll zusammenarbeiten können."
Frage: "Haben Sie sich bei DFB-Präsident Theo Zwanziger für ihr Verhalten entschuldigt?"
Bierhoff: "Ich habe ihm gesagt, dass es mir leid tut, seine Gefühle verletzt zu haben. Ich konnte es nachvollziehen, dass Dr. Zwanziger verärgert war. Wir hatten jetzt aber ein sehr harmonisches Gespräch. Das war ganz, ganz wichtig, um diese Sache abzuschließen. Da konnte von Eiszeit keine Rede mehr sein."
Frage: "In der Öffentlichkeit wurden Sie als Sündenbock der gescheiterten Vertragsverhandlungen dargestellt. Was haben Sie aus der ganzen Situation gelernt?"
Bierhoff: "Ich werde nie wieder beim ersten Vertragsgespräch ein Papier vorlegen. Es ist nicht die erste schwierige Situation, die ich durchstehen muss. In jeder Krise steckt auch eine Chance. Als Persönlichkeit und Sportler habe ich am meisten aus Krisen gelernt."