Hockey-Regeln
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Hockey Regeln2007-09-26 10:31 Auch bei den Damen erfreut sich Hockey großer Beliebtheit
Unter der Sportart Hockey bezeichnet man in Deutschland das klassische Feldhockey. Es wird im Freien, meist auf einem Kunstrasen gespielt. Daneben gibt es auch noch Hallenhockey, das sich in seinen Regeln vom Feldhockey unterscheidet. Wenn US-Amerikaner oder Kanadier von Hockey sprechen, meinen sie Eishockey. Die folgende Regelübersicht bezieht sich auf das Feldhockey in Deutschland. Auf internationaler Ebene kann es zu Abweichungen kommen, da jeder Landesverband die Möglichkeit hat, das Regelwerk zu verändern. Ziel des Spiels Ziel des Spiels ist es - ähnlich wie beim Fußball - den Ball in das Tor zu schießen, um am Ende des Spiels mehr Tore als der Gegner erzielt zu haben. Im Gegensatz zum Fußball muss der Ball allerdings mit dem Schläger ins Tor befördert werden. Ein Tor zählt nur, wenn der Ball im Schusskreis auf das Tor geschossen wurde. Die Ausrüstung Der Ball hat einen Umfang von 22 bis 23 Zentimeter und wiegt zwischen 156 und 163 Gramm. Er wird mit dem aus Holz bestehenden Hockeyschläger gespielt, der am unteren Ende gekrümmt ist. Länge und Gewicht sind individuell an den Spieler angepasst. Die Keule des Schlägers ist auf der einen Seite flach und auf der anderen gewölbt. Der Ball darf - anders als beim Eishockey - nur mit der flachen Seite gespielt werden. Um den Ball per Rückhand zu spielen, muss der Spieler den Schläger also 180 Grad um die Längsachse drehen, was für Anfänger oftmals eine schwierige Aufgabe darstellt. Feldspieler tragen in der Regel Schienbeinschoner und Mundschutz, während Torhüter zusätzlich mit Handschuhen, Gesichts-, Unterleibsschutz, verstärkten Schuhen und Brustpanzer geschützt sein müssen. Spielen des Balls Beim Feldhockey darf der Ball geschlagen, geschoben oder geschlenzt werden. Ungefährliches Lupfen des Balles ist erlaubt, während man den Ball nur beim Torschuss hoch schlagen darf. Bei Gefährdung eines Spielers muss allerdings abgepfiffen werden. Über der eigenen Schulterhöhe darf der Ball nicht gespielt werden, es sei denn ein Torhüter oder Abwehrspieler will einen Torschuss im eigenen Schusskreis abwehren. Feldspieler dürfen den Ball nur mit dem Schläger berühren. Der Torhüter genießt Sonderrechte: Ihm ist es gestattet, den Ball mit Händen, Füßen oder dem Körper innerhalb des Schusskreises zu spielen. Spieleranzahl, Dauer und Auswechslungen Ein Hockeyspiel dauert 2 x 35 Minuten, die Pause je nach Ermessen des Schiedsrichters zwischen fünf und zehn Minuten. Es stehen sich jeweils zehn Feldspieler und ein Torwart gegenüber. Beim Kleinfeldhockey ist die Spielerzahl auf sechs Feldspieler und einen Torhüter reduziert. Es darf beliebig oft und jederzeit ausgewechselt werden. Verbotenes Spiel / Strafen Grundsätzlich ist Hockey ein körperloses Spiel. Der Gegenspieler darf weder geblockt, noch abgedrängt werden. Auch kleinere Vergehen wie Schlägerschlagen oder das unabsichtliche Spielen mit dem Fuß werden bestraft. Ebenso ist das Abschirmen des Balles mit dem eigenen Körper (Sperren) nicht erlaubt. Bei gefährlichem Spiel, absichtlichen Regelverstößen oder schlechtem Benehmen können Spieler individuell bestraft werden: Strafecke Eine Strafecke wird verhängt bei: 7m-Ball Ein 7m-Ball ist zu geben bei: Freischlag Ein Freischlag wird bei unabsichtlichen Regelverstößen außerhalb des Schusskreises ausgeführt. Dieser wird am Ort des Geschehens ausgeführt. Generell gilt: Es muss ein Abstand von fünf Metern eingehalten werden. Bully Ähnlich wie beim Fußball der „Schiedsrichterball“, gibt es beim Hockey das Bully. Beispielsweise nach Spielunterbrechungen durch Verletzungen oder gleichzeitigem Regelverstoß beider Mannschaften ist auf Bully zu entscheiden. Bevor der Ball gespielt werden kann, müssen sich die Schläger beim Bully einmal über dem Ball berühren. Das Spielfeld Das Feldhockey-Spielfeld ist 91,4m lang und 55m breit und besteht üblicherweise aus Kunstrasen. Die Tore sind 3,66m lang und 2,14m hoch. Der Schusskreis hat einen Radius von 14,63m, ausgehend vom Tor. Zusätzlich werden Viertellinien gezogen, die parallel zur Grundlinie verlaufen und 22,9m von diesen entfernt sind. Das Tor ist 3,66m breit und 2,14m hoch. Hallenhockey Hallenhockey ist vor allem in Mitteluropa verbreitet und wird hauptsächlich in den Wintermonaten gespielt. Durch das kleinere Spielfeld und die glatte Bodenoberfläche ist es technisch anspruchsvoller als Feldhockey. Es unterscheidet sich in einigen Regeln vom Feldhockey: Spielbetrieb Feld- und Hallenhockey wird in Deutschland vom Deutschen Hockey-Bund (DHB) organisiert. Es gibt für Herren und Damen jeweils eine eingleisige Bundesliga. Während die Damen eine klassische Liga mit jeweils neun Hin- und Rückrundenspielen austragen, gibt es bei den Herren seit der Saison 2007/2008 einen neuen Modus: Alle zwölf Mannschaften spielen zunächst eine einfache Hinrunde "jeder gegen jeden" aus. Danach kämpfen die acht besten Teams im "Playoff-System" um die Meisterschaft. Die vier schlechtesten Teams spielen in der Abstiegsrunde um den Verbleib in der ersten Liga, zwei davon müssen absteigen. Es gibt für einen Sieg nach regulärer Spielzeit drei Punkte, für eine Niederlage keinen Punkt. Ist das Spiel nach regulärer Spielzeit noch nicht entschieden, gibt es 7m-Schießen. Der Gewinner des 7m-Schießens erhält zwei Punkte, der Verlierer einen. Auf internationaler Ebene gibt es beim Feldhockey mehrere Europapokal-Wettbewerbe. Deutsche Teams nehmen nur an den beiden höchsten Turnieren teil. Der Deutsche Meister erhält das Startrecht für den "EuroHockey Club Champions Cup", der Vize-Meister nimmt am "EuroHockey Cup Winners Cup" teil. Beide Wettbewerbe bestehen aus acht Mannschaften. Karol Herrmann Hockey-Regeln
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